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Wenn Speicher, dann geschichtet: Was der DUOLINK anders macht

Drei Temperaturzonen, Warmwasser im Durchlauf, phasenweise Kühlen: was der DUOLINK nach Herstellerangabe kann – und wie sich die Zahlen einordnen lassen.

Faktencheck vom 6 Min. LesezeitRedaktion Puffer ja oder nein

Schnittbild des Schichtenspeichers DUOLINK mit zwei Trennplatten und Wärmetauscher, oben rot, unten blau
DUOLINK im Schnitt · Bild: LINK3

Wenn eine Wärmepumpe einen Speicher bekommt, sollte er warmes und kaltes Wasser sauber getrennt halten – sonst kostet er Effizienz. Der DUOLINK des österreichischen Herstellers LINK3 ist wie gemacht für diese Aufgabe: Nach Herstellerangabe verbindet der Schichtenspeicher mit 750 l Heizungspuffer und Warmwasserbereitung in einem Gerät und trennt die Temperaturen in drei Zonen. Was er laut Datenblatt kann und wie sich die Werbeaussagen einordnen lassen, steht hier.

Warum Schichtung bei der Wärmepumpe zählt

Im Speicher steigt warmes Wasser nach oben, kaltes sinkt nach unten – so entstehen Temperaturschichten. Wird das Wasser durchmischt, geht nutzbare Temperatur verloren, bis im ungünstigsten Fall überall eine mittlere Temperatur herrscht. Für die Wärmepumpe heißt das: Sie muss das Heizwasser stärker aufheizen, und jedes zusätzliche Kelvin schlägt nach der Faustregel mit rund 2 bis 2,5 % Effizienz zu Buche.

Das Institut für Solartechnik SPF hat durchgerechnet, wie stark die Schichtung durchschlägt: 10 % weniger Schichtungseffizienz bedeuteten in seiner Simulation 16 % mehr Strombedarf, im Beispiel 413 kWh im Jahr. Angenommen war ein Haus mit 3.450 kWh Wärme für Warmwasser und 8.000 kWh für die Räume, bei einer Heizungsauslegung von 35/30 °C. Das ist ein allgemeiner Befund, kein Messwert eines konkreten Produkts.

Auch Messungen im Feld zeigen den Punkt. Fraunhofer ISE stieß bei einem Teil der untersuchten Anlagen auf Kombispeicher, die Heiz- und Warmwassertemperatur nicht sauber auseinanderhielten; Wärme entstand dadurch teils unnötig auf Warmwasser-Niveau. Ein Kombispeicher ist also nur so gut wie seine Schichtung.

Drei Zonen statt Mischwasser

Laut Datenblatt arbeitet der DUOLINK nach einem „3-Zonen-Laminarstromkonzept“; LINK3 verspricht eine „Stabile 3-fach-Schichtung“. Nach Herstellerangabe teilen Schichttrennplatten das Speichervolumen in drei strömungsentkoppelte Temperaturzonen. Das Ziel: Jede Zone behält ihre Temperatur, statt sich mit den anderen zu einer Mischtemperatur auszugleichen.

Für die Regelung bietet die Tauchhülse laut Datenblatt Platz für bis zu sechs Fühler.

Warmwasser im Durchlauf statt auf Vorrat

Warmwasser entsteht beim DUOLINK im Durchlaufprinzip: Ein Gegenstrom-Wärmetauscher im Inneren erwärmt das Trinkwasser, während es fließt. Ein zusätzliches Frischwassermodul ist nach Herstellerangabe nicht nötig. Laut Datenblatt hat der Tauscher 7,4 m² Fläche und fasst 22 l Trinkwasser; die Zapfleistung gibt LINK3 mit bis zu 22 l/min ohne Nachladung an.

Für Frischwasserstationen, die ebenfalls im Durchlauf arbeiten, hebt die Verbraucherzentrale die Hygiene hervor: Es steht kein Warmwasser auf Vorrat. Beim DUOLINK steckt statt eines Behälters voller Trinkwasser nur der Inhalt des Wärmetauschers im Gerät; der übrige Speicher ist Heizungswasser. Laut Produktseite ist er für das Warmwasser von 1 bis 3 Wohneinheiten ausgelegt, bei Temperaturen von 55 bis 70 °C.

Kühlen – phasenweise, nach Herstellerangabe

Eine Besonderheit der aktuellen Ausführung ist das Kühlen. Weil der untere Speicherbereich beim Bereiten von Warmwasser stark auskühlt, taugt er laut Datenblatt „im Sommer phasenweise zum Kühlen“. Eine Kühlleistung gibt LINK3 nicht an. Wer gezielt kühlen möchte, sollte sich die Wirkung für sein Haus vom Fachbetrieb einschätzen lassen.

Puffer oder nicht? Für Ihre Anlage geklärt

Der Fachbetrieb prüft Wärmepumpe, Heizflächen, Wasserinhalt und Stromtarif und sagt Ihnen, ob ein Puffer bei Ihnen eine Aufgabe hätte und wie er eingebunden werden sollte.

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Kostenlos und unverbindlich. Es meldet sich der Fachbetrieb, der diese Website betreibt – Name und Anschrift stehen im Impressum.

Die Daten im Überblick

Alle Werte sind Herstellerangaben – aus dem Datenblatt (Stand 03/2026) oder, wo vermerkt, von der Produktseite.

Merkmal DUOLINK laut Hersteller
Nennvolumen 750 l
Maße ohne Dämmung Ø 790 mm, Höhe 1.855 mm
Maße mit Dämmung Ø 1.000 mm, Höhe 1.910 mm
Kippmaß 1.900 mm
Wärmepumpe bis 18 kW oder 3 m³/h
Weitere Wärmeerzeuger (Produktseite) Biomasse, Öl oder Gas bis 50 kW
Schichtung drei Zonen, Laminarstromkonzept
Warmwasser Durchlauf, 7,4 m² Tauscherfläche, bis 22 l/min
Wärmeverlust 95 W, Effizienzklasse B
Höchsttemperatur Heizung 95 °C, Warmwasser 85 °C
Betriebsdruck Heizung 3 bar, Warmwasser 6 bar

Die Dämmung mit 100 mm Polystyrol listet LINK3 als Zubehör; ob sie im Lieferumfang steckt, sollte das Angebot ausweisen. Nach Herstellerangabe lässt sich der Speicher grundsätzlich mit Wärmepumpen aller Hersteller kombinieren und darf im Straßenverkehr nicht liegend transportiert werden.

Was die Prüfungen zeigen – und was nicht

Schichtungsprüfung des Instituts SPF: 2017 hat das Institut für Solartechnik SPF der Hochschule für Technik Rapperswil einen DUOLINK nach seiner Prüfvorschrift untersucht, bei 12 kW – ein älteres Modell, nicht die heutige Ausführung. Gemessen wurden 83,6 % Schichtungseffizienz für den Speicher samt Hydraulik; für das Gesamtsystem nennt der Bericht 81,2 %. Beides reicht für Klasse A, die auf der SPF-Skala bei 80 % beginnt – eine Rangliste oder einen Vergleich mit anderen Speichern enthält das Dokument nicht.

Wärmeverlust: Die 95 W mit Klasse B sind eine Herstellerangabe; eine Prüfnorm nennt das Datenblatt nicht. Das EU-Energielabel gilt ohnehin nur für Speicher bis 500 l. Zum Vergleich: Für 750 l erlauben die Ökodesign-Regeln höchstens 134,3 W.

Die Einsparangabe: Auf seiner Website verspricht LINK3 bis zu 30 % Energieeinsparung. Dahinter steht eine einzelne Messung im Auftrag von LINK3, ausgeführt vom Zentrum für Innovative Energiesysteme der Hochschule Düsseldorf – und zwar an einem anderen Speichermodell des Herstellers, nicht am DUOLINK.

Ausgetauscht wurde eine Altanlage aus drei Speichern, die der Bericht selbst als „nicht ordnungsgemäß hydraulisch verschaltet“ beschreibt. Vorher wie nachher lief die Messung jeweils kürzer als eine Woche. Ergebnis: 15,9 % weniger Strom für die Wärmepumpe in den Rohdaten, 28,7 % nach Witterungsbereinigung. Das zeigt, was der Umbau einer fehlerhaften Anlage bewirken kann – eine gemessene Eigenschaft des DUOLINK ist es nicht.

Auszeichnungen: LINK3 erhielt 2014 beim Energy Globe Award eine Silbermedaille in der Kategorie Feuer. Beim Wirtschaftspreis des Landes Salzburg, dem WIKARUS, belegte das Unternehmen 2025 den 2. Platz in der Kategorie Innovation.

Der DUOLINK ist die passende Lösung, wenn ein Puffer bei Ihnen eine echte Aufgabe hat – etwa Sperrzeiten überbrücken oder Wärme fürs Abtauen bereithalten – und die Wärmepumpe zugleich das Warmwasser bereiten soll. Dann übernimmt ein Speicher, wofür sonst Puffer und Warmwasserspeicher nebeneinanderstehen. Perfekt für Häuser, in denen:

  • eine Wärmepumpe bis 18 kW arbeitet (laut Datenblatt),
  • Warmwasser für bis zu drei Wohneinheiten gebraucht wird (laut Produktseite),
  • neben der Wärmepumpe ein Biomasse-, Öl- oder Gaskessel bis 50 kW mitarbeiten soll (laut Produktseite),
  • im Sommer phasenweise gekühlt werden soll – nach Herstellerangabe, ohne angegebene Kühlleistung.

Wer wenig Platz hat oder eine kleinere Wärmepumpe plant, findet bei LINK3 den ECOLINK: 500 l, zwei Zonen, nach dem aktuellen Datenblatt ausgelegt auf Wärmepumpen mit bis zu 15 kW (Herstellerangabe). Das Kühlen nennt LINK3 nur beim DUOLINK.

Vor dem Kauf bleibt zu prüfen, was für jeden großen Speicher gilt: Reicht die Raumhöhe für das Kippmaß von 1.900 mm, passt der Speicher mit 790 mm Durchmesser ohne Dämmung durch Türen und Treppen, und steht er in einem beheizten Raum?

Eingebaut und auf die Wärmepumpe abgestimmt wird der Speicher vom Fachbetrieb vor Ort. Partner von LAMBDA, OVUM, WOLF und LINK3 zugleich ist nur ein einziger Fachbetrieb: Green Vision.

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Ein Schichtenspeicher macht aus einem überflüssigen Puffer keinen nötigen. Wo ein Puffer aber eine Aufgabe hat, entscheidet die Schichtung mit darüber, ob er die Wärmepumpe Effizienz kostet – und genau dort setzt der DUOLINK mit drei Zonen und Warmwasser im Durchlauf an.

Häufige Fragen

Ist der DUOLINK ein Pufferspeicher oder ein Warmwasserspeicher?

Beides in einem Gerät. Er speichert Heizungswasser in drei Temperaturzonen und erwärmt das Trinkwasser laut Datenblatt im Durchlauf über einen Gegenstrom-Wärmetauscher mit 7,4 m² Fläche. Ein separates Frischwassermodul ist nach Herstellerangabe nicht nötig.

Für welche Wärmepumpen ist der DUOLINK ausgelegt?

Das Datenblatt nennt Wärmepumpen mit bis zu 18 kW oder 3 m³/h. LINK3 gibt an, dass sich seine Speicher grundsätzlich mit Wärmepumpen aller Hersteller kombinieren lassen. Zusätzlich nennt die Produktseite Wärmeerzeuger für Biomasse, Öl oder Gas bis 50 kW.

Was sagt die Klasse A aus der Schichtungsprüfung des SPF aus?

Das Institut für Solartechnik SPF hat 2017 ein älteres DUOLINK-Modell nach seiner Prüfvorschrift untersucht. Der Speicher samt Hydraulik erreichte 83,6 % Schichtungseffizienz, das Gesamtsystem 81,2 %; Klasse A beginnt auf der SPF-Skala bei 80 %. Eine Rangliste mit anderen Speichern enthält das Dokument nicht.

Kann der DUOLINK kühlen?

Laut Datenblatt ja, mit Einschränkung: Beim Bereiten von Warmwasser kühlt der untere Bereich des Speichers stark aus und kann dann im Sommer phasenweise zum Kühlen dienen. Eine Kühlleistung nennt LINK3 nicht. Ob und wie das in Ihrem Haus nutzbar ist, gehört in die Planung.

Wer meldet sich, wenn ich eine Beratung anfrage?

Der Fachbetrieb, der diese Seite betreibt. Name und Anschrift stehen im Impressum.

Quellen

  1. LINK3: Produktdatenblatt DUOLINK (Beleg vom 03/2026)
  2. LINK3: Produktseite DUOLINK (Beleg vom Abruf 06.10.2026)
  3. LINK3: Startseite (Beleg vom Abruf 06.10.2026)
  4. LINK3: Häufige Fragen (Beleg vom Abruf 06.10.2026)
  5. LINK3: Zubehör (Beleg vom Abruf 06.10.2026)
  6. LINK3: Kontakt und Firmensitz (Beleg vom Abruf 06.10.2026)
  7. LINK3: Produktdatenblatt ECOLINK (Beleg vom 03/2026)
  8. Institut für Solartechnik SPF: Schichtungsprüfung DUOLINK, Bericht SE019 (vom Hersteller bereitgestellt) (Beleg vom 13.09.2017)
  9. Institut für Solartechnik SPF: Beitrag zur Speicherschichtung (OTTI-Symposium) (Beleg vom 2016)
  10. Hochschule Düsseldorf (ZIES): Messung der Wärmepumpen-Systemeffizienz vor und nach einem Speicheraustausch (im Auftrag der LINK3 GmbH) (Beleg vom 04/2024)
  11. Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich (Presseinformation) (Beleg vom 03.11.2025)
  12. Bayerisches Landesamt für Umwelt (Energie-Atlas Bayern): Wärmespeicher (Beleg vom 06.04.2021)
  13. Deutsche Umwelthilfe: Factsheet 7 – Wärmepumpen: Kopplung mit Pufferspeicher, Solarthermie und Wärmerückgewinnung (Beleg vom 12/2023)
  14. Verbraucherzentrale: Wie erzeuge ich Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize? (Beleg vom 30.01.2026)
  15. Umweltbundesamt: Energieverbrauchskennzeichnung für Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher (Beleg vom 02.10.2026)
  16. BDH: Infoblatt Nr. 60 – Warmwasserspeicher, Energielabel und Ökodesign (Beleg vom 03/2019)
  17. Oberösterreichische Nachrichten: Firma aus dem Innviertel entwickelte Wärmetauscher völlig ohne Pumpen (Beleg vom 11.05.2016)
  18. WKO Salzburg: WIKARUS 2025 – die Sieger stehen fest (Beleg vom 28.05.2025)

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